Historisches über Köpenick
Speisen aus der Küche

Seit Mitte des 16. Jahrhunderts bot sich den Reisenden, Kaufleuten und Militärs dieses Bild, wenn sie von Cölln, der Schwesterstadt Berlins kommend, durch die Cöllnische Heide zogen, um hier die Wendische Spree zu überqueren.

Im Laufe der Zeit ist aus der Wendischen Spree die Dahme geworden. In Anbetracht der kleinen städtischen Häuser, wirkte das Schloss Köpenick noch imponierender als es ohnehin schon war. Für die Durchfahrt der Schiffe wurde die Zugbrücke hochgezogen, natürlich erst, wenn der Kapitän, seine Steuer im auf der Langen Brücke befindlichen Steuerbüro entrichtet hatte. Gleiches galt für die zu Lande Reisenden. Ohne Maut ging auch damals nichts. Ein Umgehen war nicht möglich. Hier in Köpenick gab es nach Cölln die einzige Möglichkeit in Richtung Osten (nach Lebus, Posen usw.) den Fluss zu überqueren. In diesem Schloss war es, wo sein Bauherr, Kurfürst Joachim II. am 3. Januar 1571 nach einer mehrtägigen, kräftezehrenden Treibjagd plötzlich verstarb.

 

Einem durch den Köpenicker Bürgermeister Borgmann (1838-1908) überlieferten Inhalt eines Schriftstückes vom 23. Februar 1748 können wir die damalige städtische Situation entnehmen: „Die Immediat-Stadt Coepenick, welche 2 Meilen von Berlin gelegen, ist ganz von der Spree umflossen und gar nicht mit Mauern umgeben, jedoch zur Versicherung des Königlichen Accise - Interesses an einigen Orten mit Palisaden versehen. Diese Stadt ist mit vier Toren versehen, das Berlinische, Cöllnische, Kietzer- und Jäger-Tor. (Kietzer- und Jägertor dienten nicht dem Fernverkehr, sondern dem Wirtschaftsverkehr zwischen Stadt und Amt. Anm. des Autors.) Wie dann auch die Hauptstraßen gut gepflastert sind. Sie ist mit einem ansehnlichem Rathaus versehen und es besteht der jetzige Magistrat aus 2 Bürgermeisters und einem Kämmerer, wovon der eine, der 1. Bürgermeister das Richteramt, der 2. Bürgermeister das Polizei-, Feuer- und Gemeindewesen inne hat…"

 

Zu dieser Zeit war aber das Renaissance-Schloss bereits Geschichte. Das jetzige Schloss bildete zur Zeit des Berichts schon seit über 60 Jahren den erwünschten Zielpunkt der Fernstraßen. Die kurze Zeit als Wohnsitz des Kurprinzen Friedrich III. war bereits vorbei und hinterließ eine unvollendete Schlossanlage. Aus diesem Friedrich III. wurde nach dem Tod seines Vaters, des Kurfürsten Friedrich Wilhelm, im Jahre 1688, Kurfürst Friedrich III.  Am 18. Januar 1701 setzte er sich selbst in Königsberg die Krone auf das Haupt und regierte fortan als Friedrich I. in Preußen.

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